Kleine Entstehungsgeschichte
Nach dem Abfließen des Meerwassers vor ca. 300 Millionen Jahren, welches 30 Millionen Jahre lang,
während sich die Absenkung der Erdkruste und das Einfließen von gigantischen Sedimentmengen aus
dem Norden die Waage hielten, als recht flaches Schelfmeer (5 m bis 50 m tief) die Region flutete, blieb hier
ein Faltengebirge mit feuchtwarmem, tropischem Klima zurück.
Weitere 50 Millionen Jahre später hatte sich das einstmals tropische Mitteleuropa in eine Halbwüste gewandelt.
Von Hessen bis an die Nordsee blieb eine große Salzpfanne zurück. Für die nächsten 200 Millionen Jahre traten
nun keine großen Veränderungen ein.
Vom heutigen Hessen bis hin zur Eifel erstreckte sich ein Schiefergebirgskamm. Nun sanken vor ca. 25 Millionen
Jahren Teile des Schiefergebirges ab und das Meerwasser erreichte erneut Bereiche bis hin nach Bonn.
Als nun das Meerwasser die Region wieder freigab blieben Niederungen mit subtropischem Charakter und einer
vielfältigen Flora zurück. Diese Periode dauerte ca. 15 Millionen Jahre an. In dieser Zeit bildeten
sich durch die Pflanzenreste die weitläufigen Braunkohlevorkommen der Region.
Die Eifel erfährt zu dieser Zeit hohe Vulkanaktivitäten - das Siebengebirge entsteht, während sich Teile des
Schiefergebirges immer weiter absenken. Der Ur-Rhein beginnt sich seinen Weg zum Meer zu bahnen und
lagert an seinen Ufern Sand und Kies ab. Diese Kiesvorkommen werden heute in den Baggerseen um Dormagen
abgebaut. Vor ca. 7 Millionen Jahren prägt sich allmählich das heutige Landschaftsbild aus.
Auch Heute noch senkt sich die Kölner Bucht und weitet das Niederrheinische Tiefland allmählich weiter nach
Süden aus. Ein langsamer Prozess, der aber durch wiederkehrende Erdbeben auf sich aufmerksam macht.
Die Kölner Bucht gehört auch Heute zu den erdbebenreichsten Gebieten nördlich der Alpen. Seit 1955 wurden
hier ca. 2000 Erdbeben registriert. Das stärkste Beben am 13.4.1992 mit dem Zentrum bei Roermond ist
sicher noch einigen in Erinnerung geblieben.


